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Ziegelei in Südvietnam

5. Januar 2012 1 Kommentar

Vor ziemlich genau einem Jahr hatten wir die Gelegenheit, eine Ziegelei im Mekong-Delta zu besichtigen. Dabei entstanden u.a. die angehängten Schnappschüsse:

Auf Handkarren wie diesen werden die Ziegel von Station zu Station verbracht.

Zunächst werden aus feuchtem Lehm Hohlziegel gepresst:

Diese werden anschließend an freier Luft getrocknet.

Schließlich werden die getrockneten Ziegel in hüttengroße Brennöfen gestapelt, die mit Reisspreu befeuert werden (der Ofen im Hintergrund ist für kleinere Gebrauchsgegenstände aus Ton gedacht und wurde zum Zeitpunkt unseres Besuchs nicht genutzt)

Die fertig gebrannten Ziegel werden schließlich dem Ofen entnommen und für den Versand vorbereitet. Der Ofen selbst ist bereit für die nächste Ladung.

In der von uns besuchten Ziegelei arbeiteten überwiegend Frauen, deren Kinder zwischen den gebrannten Ziegeln eine sicher nicht kindgerechte Spielwiese fanden

Alle Aufnahmen entstanden mit der Leica M9 und einem Summilux 1.4/50 (non-asph.) bei Offenblende bzw. leicht abgeblendet und ISO 800. Die Aufnahmen wurden in Lightroom 3 nachbearbeitet und in SW umgewandelt.

Bei dieser Gelegenheit habe ich auch mein neues Wasserzeichen ausprobiert. Statt den Namen in das  Bild zu drucken, habe ich mich entschlossen, einen eingescannten Schriftzug in Hellgrau unterhalb des Bildes in den Rand zu setzen. Rand und Wasserzeicheneinblendung erfolgten mit LR/Mogrify direkt aus Lightroom 3.

Radweg in Stockholm

Finale Bearbeitung

Diese Aufnahme entstand kurz vor Sonnenuntergang auf einer der vielen Brücken von Stockholm bei einem Spaziergang. Von vornherein reizte mich der Kontrast aus dem aufgemalten Rädern, dem körnigen Asphalt und den schräg verlaufenden Schatten des Brückengeländers und mir war klar – das würde ein Schwarzweißfoto.

Ich verwendete das Zeiss Biogon ZM 2,8/21mm an meiner Leica M9 und machte zwei Aufnahmen. Die Kamera war auf ISO 400 eingestellt, zur Erzielung einer guten Schärfentiefe hatte ich auf Blende 8 abgeblendet.

Originalabzug vom Raw.Die erste davon wirkt zunächst erst einmal eher unansehnlich. Der Sonnenuntergang sorgt für verblaute Schatten und einen Rotschimmer auf allen in der Sonne liegenden Flächen. Leicatypisch zeigt das ZM ohne Korrektur auch noch eine Farbverschiebung nach rot am rechten Bildrand (diese Farbverschiebung, die vor allem bei älteren Weitwinkelobjektiven sowie Weitwinkelobjektiven von Drittherstellern auftritt, hat Leica seit der Firmwareversion 1.162 recht gut im Griff und stellt kein praxisrelevantes Problem mehr dar). Aber Bildqualität und Motivstaffelung stimmten ideal mit meiner Bildvorstellung überein.

Nach SW KonvertierungDie Bearbeitung bis zum fertigen Endergebnis oben ist in Lightroom 3 überhaupt kein Problem. Mit wenigen Klicks ist die Farbtemperatur des Bildes korrigiert (das ist für SW nicht unbedingt erforderlich, erspart aber einige Anpassungen der Filterung im Schwarzweißmodus von LR3) und das Bild in Schwarzweiß konvertiert. Doch wie schon bei der Dunkelkammerarbeit in der Analogfotografie ist die Feinbearbeitung  das „Salz in der Suppe“. Für das Ergebnis oben habe ich die Schatten abgesenkt, Kontrast und Lichter angehoben, sowie das Bild zur Hervorhebung der Asphaltstruktur geschärft. Abschließend habe ich noch den besten Ausschnitt gesucht und das Bild leicht gedreht. Dazu bietet sich in LR3 der „Leuchttisch“-Modus an (An- und Abschalten mit der Taste „L“), der alle Bedienelemente von LR3 ausblendet und die volle Konzentration auf das Bildresultat erlaubt.

Ach übrigens – den schwarzen Rand und die Namenseinblendung (das „Wasserzeichen“) mache ich in LR3 standardmäßig mit LR/Mogrify von Photographier‘ Toolbox.

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