Archiv

Archive for the ‘Vorher/Nachher’ Category

Wann kommt der Winter (II)?

23. Dezember 2012 1 Kommentar

Es geht auf Weihnachten zu und das Wetter hier in Eschborn ist mal wieder eher „april-ig“. Da habe ich mir doch mal den Baum aus einem früheren Artikel wieder vorgenommen und erneut durch die digitale Bildbearbeitung (diesmal mit Silver Efex Pro 2) gequält:

20090110_E-3_0027

Advertisements
Kategorien:Vorher/Nachher Schlagwörter:

Dünen

Vietnam, Nähe Mui Ne, Januar 2011

Auf den Dünen wehte ein ständiger, kräftiger Wind, der den feinen Sand wie ein Sandstrahlgebläse in eine Richtung schob. Tunlichst habe ich vermieden, das Objektiv an der Leica zu wechseln und habe die Aufnahmen mit dem 1.4/50mm Summilux von 1994 gemacht und die Kamera schnell wieder unter der Jacke verstaut, um sie vor dem Sand zu schützen. Es ist auch alles gut gegangen, auch wenn die Leica keine besonderen Dichtungen oder Schutzmechanismen gegen Sand, Wasser oder Staub mitbringt.

Das Original dieses Bildes „out of the cam“ ist übrigens recht unscheinbar und blass (ich hatte absichtlich überbelichtet, um den hellen Sand richtig zu erfassen, dabei aber wohl etwas übertrieben), zudem hatte sich mitten auf dem Sensor in den Sanddünen ein dickes Staubkorn verewigt. Nach einer grundsätzlichen Tonwertkorrektur in Lightroom habe ich das Bild daher nach Photoline 32 exportiert, dort mit den Retuschewerkzeugen das Bild entfleckt (der Retuschepinsel in Lightroom versagt bei inhomogenen Hintergründen leider recht schnell) und schließlich wieder zurück in Lightroom den SW-Feinschliff vorgenommen.

Wann kommt der Winter?

23. Dezember 2011 1 Kommentar

Für alle, die auf den „richtigen“ Winter warten, hier eine kleine Rückblende auf vergangene Zeiten

Enstanden im Januar 2009 am Niederrhein (Krickenbecker Seen). Olympus E-3, Zuiko 12-60mm. Raw in Lightroom grundbearbeitet, dann in Photoline 32 in SW konvertiert und schließlich final in Lightroom getont. Das völlig unbearbeitete Original sah übrigens so aus:

Kategorien:Vorher/Nachher Schlagwörter: ,

22-34 Portobello Road, London

Siebenmal Haustüren auf der Portobello Road -hinter jeder verbirgt sich eine Geschichte. Hat vielleicht George Orwell in Nummer 24 gewohnt? Oder das satte Blau von Nummer 30 Cat Stevens zu seinem Song inspiriert? Oder spielte etwa Notting Hill hinter den Fassenden von Nummer 32?  Letzteres zumindest sicher nicht, da sind sich alle Chronisten einig. Und alles andere entstammt wohl auch eher meiner Phantasie als der Wirklichkeit.

Die kleine Bilderserie jedenfalls entstand 2009 auf der echten Portobello Road in London. Bei herbstlichen Temperaturen und trübem Himmel hatte ich meine Olympus E-3 auf ISO 400 eingestellt und die Türen mit dem 2.8-4/12-60mm Zuiko bei 1/50-1/60sek. abgelichtet. Anschließend habe ich in der Bildverarbeitung alle Türen ausgerichtet, zentriert und auf dieselbe Größe gebracht.

Kategorien:Vorher/Nachher Schlagwörter: , ,

Bei Betws-y-coed

Unbearbeitetes OriginalRund um das Touristenzentrum Betws-y-coed im Norden von Wales gibt es viele gut ausgezeichnete – auch ruhige – Wanderwege für jeden Geschmack. Während einer Rast auf einem Rundweg nahe der Swallow Falls – es standen ein paar Bänke auf einer Anhöhe mit guter Rundumsicht – setzte ich das 2,8-3,5/50-200mm Zuiko SWD an meine Olympus E-3. Diese Aufnahme entstand dabei bei einer Brennweiteneinstellung von 137mm, was im Kleinbildformat fast 300mm entspräche. Mir gefiel vor allem der Kontrast der vom Sonnenlicht beschienenen Baumgruppe auf der anderen Seite einer Schafsweide mit den durch Luftperspektive verblauten Hügelgruppen im Hintergrund.

Zuhause mit Lightroom 3 habe ich versucht, diesen Effekt noch zu verstärken. Dazu habe ich die Farbtemperatur, die Belichtung erhöht und gleichzeitig die Schattentöne etwas abgesenkt. Leichte Vignettierung und Nachschärfung haben die Bearbeitung abgeschlossen. Das Resultat hat eine völlig andere Wirkung als das oben dargestellte Original – ob es besser oder schlechter ist, mag jeder selbst entscheiden.

Inzwischen liegt die Aufnahme fast zwei Jahre zurück – genügend Abstand, um sich an eine Schwarzweißbearbeitung zu wagen. Durch gezielten Einsatz von Maskierungs- und Verlaufswerkzeugen in Lightroom 3 habe ich vor allem die Sonneneinstrahlung auf die Hügelgruppe verstärkt und den Wolken eine dramatischere, regenschwere Wirkung gegeben. Zum Abschluss habe ich das Result leicht warmgetont. Ausgedruckt auf Ilford Galerie Gold Fibre Silk Papier wirkt das richtig edel – fast wie ein klassischer SW-Barytabzug.

Radweg in Stockholm

Finale Bearbeitung

Diese Aufnahme entstand kurz vor Sonnenuntergang auf einer der vielen Brücken von Stockholm bei einem Spaziergang. Von vornherein reizte mich der Kontrast aus dem aufgemalten Rädern, dem körnigen Asphalt und den schräg verlaufenden Schatten des Brückengeländers und mir war klar – das würde ein Schwarzweißfoto.

Ich verwendete das Zeiss Biogon ZM 2,8/21mm an meiner Leica M9 und machte zwei Aufnahmen. Die Kamera war auf ISO 400 eingestellt, zur Erzielung einer guten Schärfentiefe hatte ich auf Blende 8 abgeblendet.

Originalabzug vom Raw.Die erste davon wirkt zunächst erst einmal eher unansehnlich. Der Sonnenuntergang sorgt für verblaute Schatten und einen Rotschimmer auf allen in der Sonne liegenden Flächen. Leicatypisch zeigt das ZM ohne Korrektur auch noch eine Farbverschiebung nach rot am rechten Bildrand (diese Farbverschiebung, die vor allem bei älteren Weitwinkelobjektiven sowie Weitwinkelobjektiven von Drittherstellern auftritt, hat Leica seit der Firmwareversion 1.162 recht gut im Griff und stellt kein praxisrelevantes Problem mehr dar). Aber Bildqualität und Motivstaffelung stimmten ideal mit meiner Bildvorstellung überein.

Nach SW KonvertierungDie Bearbeitung bis zum fertigen Endergebnis oben ist in Lightroom 3 überhaupt kein Problem. Mit wenigen Klicks ist die Farbtemperatur des Bildes korrigiert (das ist für SW nicht unbedingt erforderlich, erspart aber einige Anpassungen der Filterung im Schwarzweißmodus von LR3) und das Bild in Schwarzweiß konvertiert. Doch wie schon bei der Dunkelkammerarbeit in der Analogfotografie ist die Feinbearbeitung  das „Salz in der Suppe“. Für das Ergebnis oben habe ich die Schatten abgesenkt, Kontrast und Lichter angehoben, sowie das Bild zur Hervorhebung der Asphaltstruktur geschärft. Abschließend habe ich noch den besten Ausschnitt gesucht und das Bild leicht gedreht. Dazu bietet sich in LR3 der „Leuchttisch“-Modus an (An- und Abschalten mit der Taste „L“), der alle Bedienelemente von LR3 ausblendet und die volle Konzentration auf das Bildresultat erlaubt.

Ach übrigens – den schwarzen Rand und die Namenseinblendung (das „Wasserzeichen“) mache ich in LR3 standardmäßig mit LR/Mogrify von Photographier‘ Toolbox.

%d Bloggern gefällt das: