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Archive for September 2011

Boote

Heute mal wieder ein paar Farbtupfer aus Wales, aufgenommen mit der Olympus E-3 im Jahr 2009.  Die beiden Pinsel, achtlos im Kies des Hafens hinterlassen, waren natürlich längst ausgetrocknet und steinhart.

Überhaupt hinterließ die ganze Location einen eher verwahrlosten Eindruck – wahrscheinlich lohnt sich der Fischfang nicht mal mehr für den Hausgebrauch. (Eine vergrößerte Ansicht gibt’s wie immer durch einen Mausklick)

 

Weintrauben

An der Nahe – auf dem Weg zu meinem lokalen Winzer in Dorsheim habe ich kurz Halt gemacht und bin ein paar Meter in die Weinhänge gegangen. Zu den Weintrauben kann ich nicht viel sagen, zum Aufnahmesetup schon: Leica M9 mit älteren non-asph. Summilux 50mm und Summieren 90mm.

Gerne hätte ich eine bessere Lichtstimmung gehabt, so wie an der Mosel im Herbst vor drei Jahren (Olympus E-3, 12-60mm):

Ach ja, falls jemand Interesse an meinem Winzer hat: hier noch der Link zu seiner Homepage.

No Parking

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Sailing

Strumble Head im Nordwesten von Wales. Ein toller Tag (wer hat eigentlich die Mär in die Welt gesetzt, auf den britischen Inseln sei immer schlechtes Wetter?) – windstill und stahlblauer Himmel. Am Horizont die typische Mischung aus Wasserfahrzeugen aller Art – und dieser Zweimaster mit rostroten Segeln. Ein idealer Kontrast zu dem fast monochromen Blau des Meeres und des Himmel. Aufgenommen mit einer Olympus E3 samt 50-200mm Zuiko Zoom in der Telestellung 200mm (was einer KB Brennweite von 400mm) entspricht.

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Odeon: Neues (Altes) aus NYC

Ganz offensichtlich ein italienisches Straßenfest in Manhattan, auf das ich da im Sommer 2010 geraten bin! Diese Schnappschüsse entstanden mit der M9 und dem Zeiss Planar 50mm am späten Nachmittag. Die Lichtverhältnisse waren nicht mehr ideal, aber aus den Raw-Dateien kann man am Computer noch eine ganze Menge herausholen.

Für die meisten Passanten wirkt übrigens die Leica nicht wie eine „richtige“ Kamera. Wäre ich mit einem dicken schwarzen Ungetüm – am besten mit 2.8/70-200 – unterwegs gewesen, so mancher Blick wäre mir sicher gewesen.

Nach dem Fest habe ich dann noch ein paar Details festgehalten – Graffiti an geschlossenen Rollos (der Laden dürfte schon längere Zeit geschlossen haben) …

… und „No Parking“ – einer der typischen Hinweise auf anstehende Filmaufnahmen, über die man in Downtown an jeder zweiten Straßenecke stolpert.

Zum Schluß für heute noch die unvermeidliche Nachtaufnahme (Blende 2, 1/30 sek, ISO 1600, 50mm Brennweite):

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Aus der Mottenkiste

Hier mal ein paar ältere Aufnahmen und deren  Entstehungsgeschichte:

2001 entstand diese Aufnahme vom Kolloseum in Rom mit einer Canon EOS 50e und wahrscheinlich dem 75-300mm IS Zoom auf Agfa Vista Film. Eingescannt habe ich das Farbnegativ mit einem Minolta Elite 5400 Scanner und moderat nachbearbeitet in Lightroom. Für den Elite 5400 gibt es schon lange keine Treiber mehr, da Hamrick’s Vuescan ihn aber auch ohne Zusatztreiber unterstützt, arbeitet der Scanner auch heute noch ohne Murren an MacOSX 10.7 (Lion) auf meinem iMac.

Ein paar Jahre später, wieder in Italien an der Ligurischen Küste, habe ich dieses Boot aufgenommen:

Das Farbnegativ auf Agfa Vista Material entstand mit einer Zenza Bronica SQ-A und 150mm Objektiv, die ich tagelang über die Küstenwanderwege des Cinque Terre geschleppt habe – bei etwa 30 Grad, immer bergauf und bergab. Die Aufnahme dürfte in der Nähe von Vernazza entstanden sein. Eingescannt habe ich sie auf einem Epson V700 und dann in Lightroom partiell entsättigt. Der Epson liefert bei Mittelformatnegativen und -dias überzeugende Ergebnisse, bei Kleinbild bevorzuge ich wegen der höheren Schärfe und höhere Dichte einen Spezialisten.

Zum Abschluss schließlich eine meiner frühen Digitalaufnahmen – entstanden mit einer Olympus C-4000Z im Jahr 2004 auf Kreta:

Vier Megapixel sowie ein grauenhaft langsamer Autofokus locken heute niemanden mehr hinter dem Ofen hervor, aber im Grunde genommen ist diese Technik für Webblogs, Slideshows und Familienalben in vielen Fällen völlig ausreichend. Im Treppenhaus hängt sogar ein Ausdruck auf A4 – man muß schon sehr genau hinschauen, um die digitaltypischen Artefakte und Auflösungsgrenzen der alten Kamera zu erkennen.

22-34 Portobello Road, London

Siebenmal Haustüren auf der Portobello Road -hinter jeder verbirgt sich eine Geschichte. Hat vielleicht George Orwell in Nummer 24 gewohnt? Oder das satte Blau von Nummer 30 Cat Stevens zu seinem Song inspiriert? Oder spielte etwa Notting Hill hinter den Fassenden von Nummer 32?  Letzteres zumindest sicher nicht, da sind sich alle Chronisten einig. Und alles andere entstammt wohl auch eher meiner Phantasie als der Wirklichkeit.

Die kleine Bilderserie jedenfalls entstand 2009 auf der echten Portobello Road in London. Bei herbstlichen Temperaturen und trübem Himmel hatte ich meine Olympus E-3 auf ISO 400 eingestellt und die Türen mit dem 2.8-4/12-60mm Zuiko bei 1/50-1/60sek. abgelichtet. Anschließend habe ich in der Bildverarbeitung alle Türen ausgerichtet, zentriert und auf dieselbe Größe gebracht.

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Post No Bill

Typische Nachtszene in Manhattan. Bretterverschläge im reflektierenden Neonlicht. An dem Abend (es war der 31. Januar) war es saukalt in Downtown Manhattan. Für ein paar Schnappschüsse habe ich mir trotzdem die Zeit genommen: Kamera auf ISO 1600, Summilux mit Lichtstärke 1.4 bei Offenblende und dann mit Belichtungszeiten von so rund 1/60sek einfach umherschauen. In der Nachbearbeitung habe ich die Kontraste etwas erhöht sowie das Rauschen verringert. Die Aufforderung „Post No Bill“ scheint offensichtlich nur den gegenteiligen Effekt zu haben – es ist nicht ganz einfach, ein unbeklebtes Hinweisschild zu finden.

Nur wenige Schritte weiter – im allabendlichen Müllberg New York Citys – dann der völlig überflüssige Hinweis zur Einhaltung von Trinktemperaturen und zwei Straßenecken weiter dann eine Notrufsäule mit klaren Bedienhinweisen.

Wie die anderen Aufnahmen dieser Serie auch: Summilux an der Leica M9, ISO 1600 und dann eine Belichtungszeit, die der Offenblende 1.4 angemessen ist.

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Bei Betws-y-coed

Unbearbeitetes OriginalRund um das Touristenzentrum Betws-y-coed im Norden von Wales gibt es viele gut ausgezeichnete – auch ruhige – Wanderwege für jeden Geschmack. Während einer Rast auf einem Rundweg nahe der Swallow Falls – es standen ein paar Bänke auf einer Anhöhe mit guter Rundumsicht – setzte ich das 2,8-3,5/50-200mm Zuiko SWD an meine Olympus E-3. Diese Aufnahme entstand dabei bei einer Brennweiteneinstellung von 137mm, was im Kleinbildformat fast 300mm entspräche. Mir gefiel vor allem der Kontrast der vom Sonnenlicht beschienenen Baumgruppe auf der anderen Seite einer Schafsweide mit den durch Luftperspektive verblauten Hügelgruppen im Hintergrund.

Zuhause mit Lightroom 3 habe ich versucht, diesen Effekt noch zu verstärken. Dazu habe ich die Farbtemperatur, die Belichtung erhöht und gleichzeitig die Schattentöne etwas abgesenkt. Leichte Vignettierung und Nachschärfung haben die Bearbeitung abgeschlossen. Das Resultat hat eine völlig andere Wirkung als das oben dargestellte Original – ob es besser oder schlechter ist, mag jeder selbst entscheiden.

Inzwischen liegt die Aufnahme fast zwei Jahre zurück – genügend Abstand, um sich an eine Schwarzweißbearbeitung zu wagen. Durch gezielten Einsatz von Maskierungs- und Verlaufswerkzeugen in Lightroom 3 habe ich vor allem die Sonneneinstrahlung auf die Hügelgruppe verstärkt und den Wolken eine dramatischere, regenschwere Wirkung gegeben. Zum Abschluss habe ich das Result leicht warmgetont. Ausgedruckt auf Ilford Galerie Gold Fibre Silk Papier wirkt das richtig edel – fast wie ein klassischer SW-Barytabzug.

Radweg in Stockholm

Finale Bearbeitung

Diese Aufnahme entstand kurz vor Sonnenuntergang auf einer der vielen Brücken von Stockholm bei einem Spaziergang. Von vornherein reizte mich der Kontrast aus dem aufgemalten Rädern, dem körnigen Asphalt und den schräg verlaufenden Schatten des Brückengeländers und mir war klar – das würde ein Schwarzweißfoto.

Ich verwendete das Zeiss Biogon ZM 2,8/21mm an meiner Leica M9 und machte zwei Aufnahmen. Die Kamera war auf ISO 400 eingestellt, zur Erzielung einer guten Schärfentiefe hatte ich auf Blende 8 abgeblendet.

Originalabzug vom Raw.Die erste davon wirkt zunächst erst einmal eher unansehnlich. Der Sonnenuntergang sorgt für verblaute Schatten und einen Rotschimmer auf allen in der Sonne liegenden Flächen. Leicatypisch zeigt das ZM ohne Korrektur auch noch eine Farbverschiebung nach rot am rechten Bildrand (diese Farbverschiebung, die vor allem bei älteren Weitwinkelobjektiven sowie Weitwinkelobjektiven von Drittherstellern auftritt, hat Leica seit der Firmwareversion 1.162 recht gut im Griff und stellt kein praxisrelevantes Problem mehr dar). Aber Bildqualität und Motivstaffelung stimmten ideal mit meiner Bildvorstellung überein.

Nach SW KonvertierungDie Bearbeitung bis zum fertigen Endergebnis oben ist in Lightroom 3 überhaupt kein Problem. Mit wenigen Klicks ist die Farbtemperatur des Bildes korrigiert (das ist für SW nicht unbedingt erforderlich, erspart aber einige Anpassungen der Filterung im Schwarzweißmodus von LR3) und das Bild in Schwarzweiß konvertiert. Doch wie schon bei der Dunkelkammerarbeit in der Analogfotografie ist die Feinbearbeitung  das „Salz in der Suppe“. Für das Ergebnis oben habe ich die Schatten abgesenkt, Kontrast und Lichter angehoben, sowie das Bild zur Hervorhebung der Asphaltstruktur geschärft. Abschließend habe ich noch den besten Ausschnitt gesucht und das Bild leicht gedreht. Dazu bietet sich in LR3 der „Leuchttisch“-Modus an (An- und Abschalten mit der Taste „L“), der alle Bedienelemente von LR3 ausblendet und die volle Konzentration auf das Bildresultat erlaubt.

Ach übrigens – den schwarzen Rand und die Namenseinblendung (das „Wasserzeichen“) mache ich in LR3 standardmäßig mit LR/Mogrify von Photographier‘ Toolbox.

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